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Sendung vom 29.04.2008

Wirrwarr mit Ökolabels: Alles Bio oder was?

Dienstag, 29. April 2008, 21:01 Uhr, Aktualisiert 03.09.2010, 15:07 Uhr

IP-Suisse, Naturafarm oder Bio: Die Grossverteiler schmücken ihre Produkte mit immer mehr Ökolabels. Zu allem Überfluss lanciert Migros jetzt auch noch Terrasuisse, das naturnahe Schweizer Landwirtschaft garantiere. Das verkauft sich gut, doch Kunden verlieren den Überblick. «Kassensturz» hilft.

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Wirrwarr mit Ökolabels: Alles Bio oder was?

Label über Label – und es werden immer mehr. Seit letzter Woche schmückt die Migros ihre Produkte mit einer neuen Bezeichnung: Terrasuisse. Der Grossverteiler sagt, die Leute seien manchmal etwas verwirrt von den vielen Labels, deshalb gebe es das Dachlabel Engagement. Migros-Sprecher Urs Peter Naef: «Wer den Engagement-Packungen nachläuft, kann mit gutem Gewissen einkaufen.»

Warnung vor voreiligen Schlüssen

Aber genau das ist das Problem: Engagement heisst mal Bio, mal Fairtrade, mal tierfreundlich, mal alles zusammen. Und auch ein Schweizerkreuz macht sich immer gut. Guter Rat ist gefragt. Der WWF hat einen dicken Bericht verfasst. Dieser bringt Ordnung in den Labeldschungel. Doch Fredi Lüthin vom WWF weiss, Kunden haben es schwer. Er warnt vor voreiligen Schlüssen: «Ein Schweizerkreuz alleine ist leider noch keine Garantie für ein qualitativ gutes Label.»

Ein Labelwirrwar auch bei Coop. Allein beim Fleisch: viele Namen, viele Farben. Coop setzt bei der Eigenmarke auf die Bezeichnung «Natura»: Naturaplan und Naturafarm. Dabei ist es laut Susanne Erdoes von Coop ganz einfach: «Naturaplan ist unsere Biolinie für Gemüse, Früchte, Fleisch, einfach alle Lebensmittel. Und Naturafarm ist für Fleisch und Eier aus ganz tierfreundlicher Haltung.»

Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin

Label ist also nicht gleich Label. Zuoberst in der WWF-Liste steht die Bio-Kategorie. Soviel ist klar: Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Doch einige wohlklingende Bezeichnungen sind gemäss WWF weniger empfehlenswert. Sein Grundrat deshalb: «Beim Kauf von Bio kann man nichts falsch machen.»

Mit einer nicht repräsentativen Online-Umfrage wollte «Kassensturz» herausfinden, ob Konsumenten beim Einkaufen noch durch den Label-Dschungel blicken können. Innerhalb einer Woche haben 580 Personen abgestimmt. 45 Prozent sind der Meinung, es hat zuviele Labels. Weniger als ein Drittel (28 Prozent) kann sich gut orientieren. Und fast ebenso viele (27 Prozent) achten überhaupt nicht auf Labels.

Kassensturz, 29.04.2008

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