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Wohnen

Tiefere Mieten

Was Mieter unternehmen müssen

Mittwoch, 1. Dezember 2010, 13:56 Uhr, Aktualisiert 14:30 Uhr

Aufatmen bei den Mietern. Erstmals seit einem Jahr sinkt der Referenzzinssatz. Von bisher 3 Prozentpunkten auf neu 2,75 Prozentpunkte. Das heisst: Tiefere Mieten für die meisten Mieter. Trotzdem birgt die künftige Zinsentwicklung grosse Unsicherheit. Realistische Szenarien zeigen: Die Miete könnte innert fünf Jahren um fast einen Viertel ansteigen.

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Die Entwicklung der Mieten ist an die Höhe der Kosten für die Hausbesitzer gekoppelt. Insbesondere an den sogenannten Referenzzinssatz. Das ist ein Durchschnittszins aller laufenden Hypothekarverträge in der Schweiz. Schon lange sind die Zinsen in der Schweiz auf einem historischen Tief.

Trügerische Lage

Aber erst jetzt sinkt auch der Referenzzinssatz, jener Durchschnittswert aller Hypotheken in der Schweiz, an den die Mieten gebunden sind. Mieter, deren Miete auf dem bisherigen Referenzzinssatz von drei Prozentpunkten beruht hat, haben nun eine Senkung um knapp drei Prozent zugut. Der Mieterverband rechnet damit, dass ein Grossteil der Mieter Anrecht auf eine Reduktion hat.

Die Anbindung der Mieten an die Entwicklung der Zinsen ist aber trügerisch. Wenn die Zinsen langfristig tief bleiben, bleiben auch die Mieten tief. Doch das ist fraglich. Die Immobilienberatungs-Firma Wüest & Partner hat für Kassensturz berechnet, wie sich unterschiedliche Zinssteigerungen auf den Mietzins niederschlagen.

Bild Grafik Szenarien Mietzinsentwicklung
Szenarien Mietzinsentwicklung sf

Szenario 1: Die Wirtschaft wächst gemäss langfristigem Trend weiter und die Zinsen steigen moderat an. Der Referenzzinssatz steigt in diesem Szenario um einen Prozentpunkt. Das würde bedeuten: Neun Prozent höhere Mieten in fünf Jahren.

Szenario 2: Die Wirtschaft wächst stark, damit auch die Preise und das Zinsniveau. Der Referenzzinssatz steigt auf fast fünf Prozentpunkte und die Mieten schiessen um 23 Prozent in die Höhe.

Diese Szenarien sind nur Annahmen, aber durchaus realistisch. Um so wichtiger ist, dass Mieter sich jetzt für tiefere Mieten stark machen. Sie müssen aktiv werden und Senkungen bei säumigen Vermietern einfordern. Wie Mieter vorgehen müssen und worauf sie achten müssen erklärt Felicitas Huggenberger, Geschäftsführerin des Mieterverbands Zürich, im Interview:

Was Mieter unternehmen müssen

(sf/mulr)