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Preisüberwacher verlangt tiefere Preise
Der «Kassensturz» berichtete im Januar darüber: Schweizer Konsumenten bezahlen für Zeitschriften massiv mehr als das übrige Europa. Nun wird der Preisüberwacher aktiv. Er verlangt tiefere Preise für Magazine und Illustrierte - und zwar bald.
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Die Resonanz nach dem «Kassensturz»-Beitrag vom 11. Januar war gross. Viele Zuschauer haben sich über die massiv zu hohen Preise für Zeitschriften geärgert. Tatsache ist: Seit Jahren bezahlen Herr und Frau Schweizer einiges mehr für Illustrierte, Magazine und Co. als beispielsweise Konsumenten in Deutschland, Frankreich oder Italien. Der zurzeit niedrige Euro-Kurs vergrössert den Unterschied noch mehr. Die Illustrierte Gala kostet in Deutschland zum Beispiel 2.60 Euro. Bei einem Kurs von 1.25 sind das umgerechnet 3.25 Franken. Tatsächlich bezahlt man in der Schweiz für diese Zeitschrift aber 5.10 Franken, also 57 Prozent mehr.
Preisüberwacher findet Differenz zu gross
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Schweizer Kiosbetreiberin Valora. Gegenüber «Kassensturz» rechtfertigte sie im Januar die Preisdifferenz mit höheren Vertriebskosten und wegfallenden Werbeeinnahmen. Sie schiebt den schwarzen Peter den ausländischen Verlegern zu. Denn schliesslich würden diese die Preise festlegen.
Auch der Preisüberwacher ist sich bewusst, dass der Zeitschriftenmarkt in der Schweiz ein besonderer ist. Er hält deshalb eine gewisse Differenz gegenüber anderen Ländern für angemessen. «Allerdings nicht im jetzt festgestellten Ausmass», wie er in einer Medienmitteilung von heute Morgen betont.
Valora hat Zeit bis im Frühling 2011
Deshalb hat der Preisüberwacher die Firma Valora aufgefordert, mit ihren Vertragspartnern im Ausland das Gespräch zu suchen. «Ziel muss es sein, die Preisdifferenzen wieder auf ein einigermassen verträgliches Mass zurückzubringen».
Der Ball liegt also bei Valora. Sie muss jetzt handeln. Denn falls sich die Situation bis im Frühling 2011 nicht wesentlich und nachhaltig verbessert, wird der Preisüberwacher «eine vertiefte Untersuchung einleiten und den Markt und das heutige Vertriebssystem bei Zeitschriften im Detail und grundsätzlich überprüfen».













