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Konsum

Verzollung

Endlich: Der erste Spediteur senkt Gebühren

Maria Kressbach
Freitag, 11. März 2011, 17:20 Uhr, Aktualisiert 13.03.2011, 19:16 Uhr

Die absurden Zollgebühren sollen verschwinden. Allerdings ist unklar, wann es endlich soweit ist. Während der Bundesrat noch verhandelt, lenkt jetzt die erste Spedition ein. DHL Express wickelt Kleinsendungen bald kostenlos ab.

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Wer Ware im Ausland bestellt, kann sein blaues Wunder erleben: Er kauft ein günstiges Produkt, bezahlt aber vielfach derart hohe Zollgebühren, dass der Preisvorteil dahin ist. Eine Motion von Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer sollte Abhilfe schaffen. Sie verlangte unter anderem, dass Pakete bis 62.50 Franken gebührenfrei verzollt werden sollen. Das war bisher nur bei Postsendungen der Fall.

Dank «Kassensturz» ist Änderung in Sicht

Im Dezember letzten Jahres drohte dieser Vorstoss noch zu scheitern, denn Lobbyisten bearbeiteten massiv die zuständige Ständerats-Kommission. Nicht zuletzt dank «Kassensturz», der diese Machenschaften aufdeckte, schwenkte der Ständerat um, und stimmte der vereinfachten Verzollung zu.

Im Moment liegt die Angelegenheit beim Bundesrat, der eine entsprechende Verordnung ausarbeiten muss. Wann die neue Regelung in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt. Offenbar sind nach wie vor Verhandlungen zwischen SECO, Zollverwaltung und Preisüberwacher im Gange. Das Ganze kann sich also in die Länge ziehen.

DHL Express lenkt ein

Immerhin einen kleinen konkreten Erfolg gibt es jetzt zu vermelden: Der Preisüberwacher konnte sich mit der deutschen DHL Express einigen. Dieses Speditionsunternehmen wird ab Mai 2011 Sendungen mit einem Wert von weniger als 62.50 Franken kostenlos abwickeln. Bleibt zu hoffen, dass diese Vereinbarung Signalwirkung hat und auch andere Speditionen ihre Gebühren senken. Früher oder später werden sie das sowieso tun müssen. Doch wer weiss, wie lange der Bundesrat dazu noch braucht.