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Konsum

Import-Getränk

Coca-Cola aus dem Osten

Adrian Zehnder
Freitag, 15. April 2011, 16:23 Uhr

Coca-Cola Schweiz hat diesen Frühling zwei Millionen Flaschen Coca-Cola aus Ungarn importiert. Die Halbliter-Petflaschen wurden mit 62 LKWs in die Schweiz transportiert. Der Import über eine Distanz von 1000 Kilometern beschränkte sich gemäss Firmenangaben auf eine kurze Zeit.

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Der Deckel hat eine mattere Farbe und ist etwas kantiger als gewohnt. Klarheit schafft erst der Blick auf die Etikette. «Hergestellt in Ungarn» steht in kleiner weisser Schrift auf der roten Etikette der 0,5 Liter Petflasche. Die Cola wurde im Werk Dunaharaszti, im Süden Budapests, produziert.

Die ca. 2 Millionen Halbliter-Petflaschen gelangten diesen Frühling mit 62 Lastwagen in die Schweiz, der Transportweg ist 1000 Kilometer lang. Ruth Mathias von Coca-Cola Schweiz begründet auf Anfrage von «Kassensturz» den Import mit kurzfristigen Produktionsengpässen: «Wegen planmässiger Revisionen an den Produktionsanlagen verlagerten wir einen Teil unserer Produktion ins Ausland.» Das warme Aprilwetter habe ausserdem die Getränkenachfrage steigen lassen. Die aus Ungarn importierte Menge entspreche weniger als 3 Prozent der Schweizer Jahresproduktion von Coca-Cola Classic 0,5 Liter.

Produkte, die in der Schweiz konsumiert werden, würden zu 95 Prozent im Inland produziert, betont Ruth Mathias weiter. Coca-Cola Schweiz feiert in diesem Jahr das 75-Jahr-Jubiläum und legt gemäss Angaben im Internet Wert auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise. Das Unternehmen beschäftigt rund 1300 Mitarbeitende. Produktionsstandorte sind Brüttisellen ZH und Bolligen BE.