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Familie und Freizeit

Internetshopping

Disney-Tickets in Deutschland viel günstiger

Philip Kempf
Samstag, 13. August 2011, 21:52 Uhr, Aktualisiert 19.08.2011, 10:52 Uhr

Eine Familie aus Zug hat die Ticket-Preise für einen Besuch im Disneyland in Paris auf der deutschen und auf der Schweizer Webpage verglichen. Das war clever. Sie musste für den Besuch massiv weniger bezahlen.

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Der Eintritt für drei Erwachsene und ein Kind ins Disneyland wird teuer. Das wusste die Familie Müller aus Zug. Auf der Webseite disneylandparis.com prüfte sie den Preis: 398.- Schweizer Franken.

Doch dann hatte Vater Müller die Idee, auf der Eingangsseite bei der Sprachwahl «Deutschland» statt «Schweiz» anzuklicken. Mit überraschendem Ergebnis: Der Preis für denselben Besuch am gleichen Tag wurde nun in Euro angegeben und war mit 214.-€ massiv billiger. Bei aktuellem Wechselkurs müssen Schweizer Kunden über 70 Prozent mehr bezahlen als deutsche Disney-Fans. Für die gleiche Leistung.

Wer auf der deutschen Seite die Tickets bestellt, sagte sich Kurt Müller, kann viel Geld sparen. Weil er aber befürchtete, dass ein "deutsches" Ticket in der Hand eines Schweizers nicht akzeptiert werden könnte, fragte Familienvater Müller bei Disney nach. Dort wurde er bestärkt: «Das Disney Callcenter erklärte, das sei ein E-Ticket. Ich solle die Bestellung auf der deutschen Seite vornehmen und das Ticket ausdrucken», erzählt Kurt Müller.

Die Familie buchte dann über die deutsche Webseite. Zwar liess sich bei der Adressangabe die Einstellung «Land» nicht auf «Schweiz» ändern. Das Onlineformular akzeptierte aber die Stadt Zug als deutsche Stadt und bemängelte auch die vierstellige Schweizer Postleitzahl nicht als fehlerhaft. Die Bezahlung mit der Schweizer Kreditkarte klappte reibungslos.

Das ausgedruckte E-Ticket mit persönlichem Namen und dem Vermerk «Deutschland» wurde dann zusammen mit der Identitätskarte ohne Vorbehalt vom Scanner beim Eingang in Paris akzeptiert. Der Familie Müller hat es gut gefallen im Eurodisneyland.

Wenn auch ein Wermutstropfen bleibt: «Es ist Abzocke, wenn Schweizer für die gleiche Dienstleistung auf der Schweizer Webseite massiv mehr bezahlen müssen», ärgert sich Kurt Müller.