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Unternehmensdatenbank
Und wieder versucht's ein Registerhai
In den letzten Tagen haben viele Schweizer Unternehmen ein Faxformular von «Unternehmensdatenbank.info» erhalten. Ein weiterer Registerhai, der versucht, mit amtlich wirkenden Formularen Geld zu machen.
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Sich als behördliches Register zu tarnen, das scheint die neue Masche von Abzockerfirmen zu sein. Gerade hat «Kassensturz» über die Machenschaften eines vermeintlich amtlichen Verzeichnisses berichtet, schon taucht der nächste Registerhai dieser Art auf. Dieses Mal per Fax.
Zeitdruck als Lockmittel
Absender ist eine «Zentrale Unternehmensdatenbank.info» aus Bern. Die Firma verschickt eine «Anforderung» der Unternehmensdaten für die kantonale Datenbank. Verlangt werden vom Empfänger Adress- und Kontaktdaten, welche umgehend an die Fax-Nummer 031 560 40 04 retourniert werden sollen. Der Absender schreibt, es handle sich um ein wichtiges Dokument und droht mit Strafgebühren für eine verspätete Rücksendung. Besonders dreist: Die Frist läuft noch am selben Tag ab.
Auch Benjamin Morf, er führt ein Fachgeschäft für Reitsportartikel in Fehraltorf, erhielt diese Anforderung. Glücklicherweise nahm er sich die Zeit und prüfte das Formular aufmerksam: «Man muss den Fax schon genau lesen. Plötzlich sah ich mitten im Text, dass von einem Euro-Betrag die Rede ist.»
Nutzloser Registereintrag für teures Geld
Und tatsächlich. Gut getarnt in einem grösseren Textblock wird erwähnt, dass die Veröffentlichung 480 Euro pro Jahr kostet, bei einer Laufzeit von 2 Jahren.
Wer den Fax zurückschickt, bekommt die gesalzene Rechnung und wird eingetragen auf www.unternehmensdatenbank.info, einer Art Branchenregister für Gewerbe, Industrie und Handel. Allerdings nützt dieser Eintrag herzlich wenig, denn die Datenbank enthält nur spärliche Informationen und ist daher wenig attraktiv für Nutzer.
Zum Beispiel ist im Kanton Thurgau gerade einmal eine Firma eingetragen. Der Suchbegriff «Metallbau» ergibt überhaupt keinen Treffer in der ganzen Schweiz.
Firmennamen, die nicht existieren
Auf dieser Internetseite präsentiert sich «Unternehmensdatenbank.info» als Privatunternehmen der «Dripcore Investorengesellschaft». Über beide Firmen findet man im Internet keinerlei Informationen. Der Designer der Web-Seite sitzt in Russland. «Kassensturz» wollte der Sache auf den Grund gehen und bat «Unternehmensdatenbank.info» um die Beantwortung einiger Fragen. Bis heute ist aber keine Stellungnahme eingetroffen.
Benjamin Morf ärgert sich über solche Abzockversuche: «Ich finde das eine Sauerei. Vor allem, dass sie noch Zeitdruck aufsetzen. Jemand der im Stress ist, unterschreibt das Formular und tappt in die Falle.» Schlimm sei auch, dass man dieser Firmen kaum habhaft werden könne.
Formulare immer genau prüfen
Oft ist das leider so. Deshalb ist es ratsam, sich die Zeit zu nehmen und solche Formulare immer genau zu lesen. Nur so entdeckt man den Haken an der Sache und kann das einzig Richtige tun: Auf keinen Fall darauf reagieren und ab ins Altpapier damit.













