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Zewo warnt vor der «Stiftung Krebs-Hilfe»
Die «Krebs-Hilfe» sammelt Geld für den «Kampf gegen Krebs». Die Spendengelder werden aber kaum für konkrete Projekte verwendet, das zeigen Recherchen von «Kassensturz». Die Stiftung Zewo hat die «Krebs-Hilfe» inzwischen auf Ihre Warnliste gesetzt. Darauf finden sich auch andere schwarze Schafe.
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Immer zur Weihnachtszeit stapeln sich in den Briefkästen Spendenbriefe für einen guten Zweck. Nicht alle Sammlungen sind aber seriös. Das zeigt der Fall der «Stiftung Krebs-Hilfe». Diese verwendet den grössten Teil der Spenden für immer neue Spendenbriefe («Kassensturz» vom 15.11.2011).
Aufgrund der «Kassensturz»-Recherchen setzte die Stiftung Zewo die «Krebs-Hilfe» auf ihre Warnliste. Die Zewo vergibt ihr Siegel an vertrauenswürdige Spendenorganisationen.
Krasse Fälle kommen auf die Warnliste
Auf die Warnliste kommen Spendenorganisationen, die stark von den Zewo-Richtlinien abweichen. Zum Beispiel, weil die Verwendung der Spendengelder unklar ist. Oder wenn sich vermehrt Spender massiv über die Organisation beklagen. «Zum Beispiel weil sie mit emotional aufwühlenden Fotos oder mit sonst einem aufdringlichen Verhalten unter Druck gesetzt werden», so Zewo-Geschäftsführerin Martina Ziegerer.
Zurzeit finden sich vier Organisationen auf der Liste. Bessern diese die kritisierten Punkte nach, werden sie wieder von der Liste gestrichen. Eine Zertifizierung durch die Zewo ist dazu nicht notwendig.
Liste der intransparenten Organisationen
Täglich wollen Spender bei der Zewo Auskünfte über eine bestimmte Spendenorganisation. Ist diese unbekannt, fragt die Zewo bei der Organisation nach. Sind auch auf mehrfache Nachfrage keine Informationen erhältlich, kommt die Spendensammlung auf die Liste der sogenannt «intransparenten» Organisationen.
«Wenn eine Organisation, die öffentlich Spenden sammelt, keine Auskunft erteilen will, ist das ein Alarmzeichen.», sagt Ziegerer.
Es komme durchaus vor, dass Organisationen die gewünschten Auskünfte dann nachträglich erteilen und so von der Liste gestrichen würden, sagt Ziegerer. Andere reagieren gar nicht oder drohen gar mit einem Anwalt, ohne konkrete Auskünfte zu erteilen. Solche bleiben auf der Liste.
Augen auf beim Spenden
Spender sollten grundsätzlich wissen, wem sie ihr Geld anvertrauen. Das Zewo-Label bietet hier eine schnelle Hilfe. Allerdings: Auch Organisationen ohne Zewo-Label können gute und seriöse Arbeit leisten. Gerade kleineren Organisationen ist der Aufwand für die Zertifizierung zu gross.
Wer sein Geld möglichst sinnvoll spenden will, dem empfiehlt die Zewo folgende sieben Punkte:
Tipps fürs Spenden
1. Fragen Sie sich zuerst, was Ihnen besonders am Herzen liegt.
2. Informieren Sie sich dann, welche Hilfswerke, sich für diese Anliegen engagieren.
3. Wählen Sie seriöse und sorgfältig geprüfte Hilfswerke aus. Fordern Sie Jahresberichte, revidierte Jahresrechnungen und die Statuten der Organisation an und studieren Sie diese genau. Oder achten Sie auf das Zewo-Gütesiegel. Hilfswerke, die dieses Zeichen tragen, sind vertrauenswürdig. Sie werden regelmässig von der Zewo geprüft.
4. Verzetteln Sie sich nicht. Verteilen Sie den Betrag, den Sie zum Spenden zur Verfügung haben, auf einige wenige Hilfswerke. So reduzieren Sie auch die Post in Ihrem Briefkasten.
5. Unterstützen Sie die ausgewählten Organisationen regelmässig. Wer häufig wechselt, wird immer mehr Sammlungsaufrufe erhalten und macht es den Hilfswerken schwieriger, nachhaltig zu handeln.
6. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, weder zeitlich noch emotional.
7. Sehen Sie von Patenschaften mit direkten Kontakten zu Kindern im Ausland ab. Übernehmen Sie stattdessen Projekt-, Länder- oder Themenpatenschaften.












