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Konsum

Rückblick 2011

Was Zuschauer bewirkten

Peter Basler und Maria Kressbach
Dienstag, 3. Januar 2012, 20:50 Uhr, Aktualisiert 12.01.2012, 16:13 Uhr

Dank der Hinweise von mutigen und aufmerksamen Zuschauern konnte «Kassensturz» auch im Jahr 2011 wieder einiges in der Konsumentenwelt bewegen. «Kassensturz» hat ein paar Geschichten aus dem letzten Jahr herausgepickt, die zeigen: Sich wehren lohnt sich.

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«Kassensturz» bewegt

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Ohne die zahlreichen aufmerksamen Konsumenten und «Kassensturz»-Zuschauer gäbe es viele Themen in dieser Sendung nicht. Das war auch im vergangenen Jahr so. Vieles hat «Kassensturz» nur erreicht, weil mutige Zuschauer uns den Anstoss dazu gaben.

Der Fleischskandal

Eines von vielen Beispielen: Der Fleisch-Skandal bei Coop, der in der ganzen Schweiz zu reden gab. Ehemalige Mitarbeiter einer Coop-Filiale berichteten damals im «Kassensturz», sie hätten regelmässig Fleisch vom Regal am Ablauftag ausgepackt, weiterverarbeitet und sogar in der Frischfleischtheke den Kunden angeboten.

Bild AWD-Ordner
Finanzberater bringen Kunden um ihr Vermögen

Auch in der Finanzbranche konnten brisante Zustände aufgedeckt werden: Mitarbeiter der grossen Finanzberatungsfirma AWD schwatzten ahnungslosen Kunden unsichere Anlage-Produkte auf und erhielten dafür saftige Provisionen – auf Kosten der Kunden. Viele Konsumenten haben Ersparnisse verloren. Dank dem Mut eines Insiders sind unsere Zuschauer jetzt gewarnt. AWD bestritt damals die Vorwürfe in einer Stellungsnahme (PDF).

Bessere Arbeitsbedingungen

Mut zeigten auch drei junge Angestellte der Modeboutique Zebra. Sie wehrten sich gegen die schlechten Arbeitsbedingungen, «Kassensturz» machte die Missstände publik. Mit Erfolg: Zebra hat die Arbeitsbedingungen verbessert.

Bild Zebra-Modeboutique
Bessere Arbeitsbedingungen nach Kasensturz-Beitrag

Nationalrat lenkt ein

Ebenfalls von Zuschauern kam der Hinweis über schlechte und falsche Planung im öffentlichen Verkehr. Rollstuhlfahrer sind wegen unzähliger Hindernisse auf fremde Hilfe angewiesen. Kurz nach dem Bericht beschliesst der Nationalrat, dass Haltestellen und Fahrzeuge bis 2023 an die Bedürfnisse von Handicapierten angepasst werden müssen.

Bild Rollstuhl vor Trameingang
Kassensturz zeigt die fiesesten Rollstuhlfallen

Zu reden gab auch der E-Banking-Test. Zuschauer wollten wissen, welches System sicher ist. «Kassensturz» hat getestet und brisante Ergebnisse erhalten: Die Hacker konnten in drei von fünf Konten eindringen.

Melden Sie uns Ihren Ärger

Wenn «Kassensturz» Missstände aufdeckt, hat das Folgen. Auch im Jahr 2011 sorgte die Sendung immer wieder für Schlagzeilen: Abbau von Dienstleistung, Produktemängel, Schwindler, Jugendliche als Tester, Tricks von Teppichhändlern oder Umweltsünden. Die Zeitungen nehmen diese Themen auf und verbreiten sie weiter. Konsumentinnen und Konsumenten werden informiert, gewarnt und bleiben von so manch böser Überraschung verschont.

Damit das auch so bleibt, sind wir weiterhin auf Ihre Hinweise angewiesen. Melden Sie sich bei uns auch im neuen Jahr mit Ihren Erfahrungen aus der Konsumwelt. Denn 2011 hat gezeigt: Wenn Sie wollen, dass sich etwas ändert, dann ist der «Kassensturz» die richtige Adresse.

Weitere Aufreger aus dem «Kassensturz»-Jahr 2011 finden Sie hier.